E-Bus Alternative für RB 73

Außerfernbahn: Kempten – Pfronten-Steinach

Vorstudie zur Machbarkeit | Januar 2026

Ersatz des RB 73 Nahverkehrszugs durch eine E-Buslinie vom Kempten ZUM (Zentraler Umsteigepunkt Mona) nach Pfronten-Steinach. Wechseln Sie zwischen dem aktuellen Zugverkehr und der vorgeschlagenen Route.

RB 73 Zug vs. vorgeschlagene E-Bus Route 33 km Schiene | 43 km Straße
Klicken Sie auf Haltestellen für Details. Bahnstrecken werden als gestrichelte lila Linie im Hintergrund angezeigt.
DIMENSION 1

Lärmreduzierung: Signalhornbelastung an Bahnübergängen

Die Außerfernbahn hat 16 Bahnübergänge auf nur 12 Kilometern. An jedem Übergang müssen Züge ihr Signalhorn als gesetzliche Sicherheitsanforderung betätigen (EBO §16). Für die Bewohner der Dörfer entlang der Strecke bedeutet dies eine ständige Belastung durch extremen Lärm—jeden Tag, von früh morgens bis spät abends.

16
Bahnübergänge
544
Hupsignale/Tag
110 dB
Signalhornlautstärke
34
Zugdurchfahrten/Tag

Von den 34 täglichen Zügen sind ~17 RB 73 Nahverkehrszüge (Kempten–Pfronten) und ~17 Durchgangszüge nach Österreich. Der Ersatz von RB 73 durch E-Busse würde etwa die Hälfte aller Hupsignale eliminieren.

Fallbeispiel: Abschnitt Sulzberg – Oy-Mittelberg (12 km, 16 Bahnübergänge)
Jeder Marker stellt einen Bahnübergang dar, an dem Züge ihr Signalhorn betätigen müssen. Klicken Sie auf Marker für Fotos/Videos.

Wie laut sind 110 dB?

Gespräch
60 dB
Belebte Straße
70 dB
LKW-Vorbeifahrt
85 dB
Zugsignalhorn
110 dB
Düsenjet (100m)
130 dB
🔊 Erleben Sie ein Zugsignalhorn

Aufgenommen 360m von der Bahnstrecke in Oberzollhaus. Drehen Sie die Lautstärke auf, um zu hören, was die Anwohner 544 Mal am Tag erleben.

Aufnahmeort 360m von der Bahnstrecke

Warnung: Lautes Zugsignalhorn

Gesundheitliche Folgen

WHO-Schwellenwerte für Gesundheitsauswirkungen (alle überschritten)

Schlafstörungen: Schwellenwert 40 dB — überschritten um 70 dB
Kardiovaskulärer Stress: Schwellenwert 65 dB — überschritten um 45 dB
Starke Belästigung: Schwellenwert 55 dB — überschritten um 55 dB
Gehörschadensrisiko: Schwellenwert 85 dB — überschritten um 25 dB

Quelle: WHO Umweltlärmrichtlinien (2018)

05:17
Erstes Hupsignal

Chronischer Schlafmangel: Vor Sonnenaufgang geweckt — jeden Tag

Der erste Zug aus Pfronten fährt um 05:17 Uhr ab und löst Hupsignale an allen 16 Bahnübergängen vor 6 Uhr morgens aus. Für Anwohner entlang des Korridors gibt es kein Ausschlafen — nicht am Wochenende, nicht an Feiertagen.

Gesundheitsrisiken durch chronischen Schlafmangel:

Herzerkrankungen
Fettleibigkeit
Diabetes
Geschwächtes Immunsystem

Erwachsene benötigen 7+ Stunden Schlaf pro Nacht. CDC Schlafrichtlinien

Am stärksten betroffene Gemeinden

Oberzollhaus
~150 Einwohner
50m vom nächsten Übergang
Bodelsberg
~250 Einwohner
100m vom nächsten Übergang
Schlechtenberg
~100 Einwohner
150m vom nächsten Übergang

Die Lösung: E-Busse nutzen Straßen, keine Schienen

E-Busse lösen keine Bahnübergangssignale aus. Der Ersatz der RB 73 Nahverkehrszüge durch E-Busse eliminiert ~100.000 Hupsignale pro Jahr—eine 50%ige Reduzierung des gesamten Signalhornlärms entlang des Korridors.

272 → 0
RB 73 Hupsignale/Tag
Durchgangszüge nach Österreich verkehren weiter (~17 Züge/Tag = 272 Hupsignale), aber der Lärm des Nahverkehrs wird vollständig eliminiert.

Quellen

Bahnübergänge: Anzahl basierend auf OpenStreetMap-Daten und DB InfraGO Infrastrukturkarten für den Abschnitt Sulzberg–Oy-Mittelberg.
Zugfrequenz: 34 Züge/Tag aus dem DB Regio RB 73 Fahrplan (17 Nahverkehrs- + ~17 internationale Durchgangszüge).
Signalhornanforderungen: EBO §16 schreibt akustische Warnsignale an Bahnübergängen vor. Mindestens 110 dB gemäß EBO §36.
Gesundheitsschwellenwerte: WHO Umweltlärmrichtlinien für die Europäische Region (2018).
Berechnung: 544 Hupsignale = 34 Züge × 16 Übergänge. ~100.000/Jahr = 272 × 365 Tage.
DIMENSION 2

Bessere Verbindungen: Mobilität & Flexibilität

Feste Schienenstrecken können sich nicht anpassen. E-Busse fahren direkt zum Kempten ZUM, bedienen Gemeinden, die der Zug nicht erreicht, und passen Routen nach Bedarf an.

Aktuelles Problem: Schlechte Anschlussverbindungen

  • Zug endet am Kempten Hbf—nicht am ZUM
  • Pendler müssen 5–15 Min. auf Stadtbusanschlüsse warten
  • Dörfer wie Schwarzenberg haben keinen Bahnanschluss
  • Feste Route kann sich nicht an Veranstaltungen oder Nachfrage anpassen

E-Bus Lösung: Flexibler, vernetzter Service

  • Direkt zum ZUM—nahtloser Anschluss an alle Stadtbuslinien
  • Abgestimmte Fahrpläne reduzieren Wartezeiten auf 2–5 Min.
  • Kann Haltestellen für unterversorgte Gemeinden hinzufügen
  • Routen können für Skisaison, Feste oder Bauarbeiten angepasst werden

Beispiel: Schulweg von Oy-Mittelberg

🚂

Aktuell: Zug + Stadtbus

1 Fußweg zum Bahnhof Oy-Mittelberg 5 Min.
2 Zug zum Kempten Hbf 25 Min.
3 Warten auf Stadtbusanschluss 5–15 Min.
4 Stadtbus zum Ziel / Fußweg zur Schule 10 Min.
Gesamtreisezeit 45–55 Min. + Umsteigestress
🚌

Vorgeschlagen: Direkter E-Bus

1 Fußweg zur Haltestelle (näher als Bahnhof) 3 Min.
2 E-Bus direkt zum Kempten ZUM 20 Min.
3 Nahtloser Anschluss am ZUM 2–5 Min.
4 Stadtbus zum Ziel / Fußweg zur Schule 8 Min.
Gesamtreisezeit 33–36 Min., kein Umsteigestress
Wichtige Erkenntnis: Der Kempten ZUM hat Anschlüsse zu allen Stadtlinien. Die Ankunft hier statt am Bahnhof (Hbf) bedeutet kürzere, zuverlässigere Verbindungen für die meisten Ziele.

Schneller als der Zug

Der E-Bus braucht nur ~20 Min. gegenüber ~25 Min. mit dem Zug. Warum? Der Zug muss aus Sicherheitsgründen an jedem der 16 Bahnübergänge auf 10–20 km/h abbremsen. Der E-Bus fährt mit normaler Straßengeschwindigkeit—schneller und mit besseren Anschlüssen am ZUM.

Quellen

Zug-Reisezeit: ~25 Min. aus dem DB Regio RB 73 Fahrplan.
E-Bus-Reisezeit: ~20 Min. geschätzt. Basierend auf Google Maps Routenentfernung.
ZUM: Kempten Mona Allgäu Busnetz und Fahrpläne.
Umsteigezeiten: 5–15 Min. Wartezeit am Hbf basierend auf durchschnittlichen Anschlussintervallen; 2–5 Min. am ZUM setzt koordinierte Fahrpläne voraus (Vorschlag).
DIMENSION 3

Nachhaltigkeit & Zukunftssicherheit

E-Busse eliminieren Auspuffemissionen und schaffen widerstandsfähige Infrastruktur. Das Ladedepot dient als Grundlage für die breitere Elektrifizierung der Region—zum Nutzen von Rettungsdiensten, kommunalen Flotten und zukünftigen Transportbedürfnissen.

🌱
~380 t
CO₂ eingespart pro Jahr

vs. Dieselzug-Emissionen

💨
Null
Auspuffemissionen

Keine NOx, Feinstaub oder Dieselabgase

🔌
Mehrfachnutzung
Gemeinsame Infrastruktur

Depot dient der gesamten kommunalen Flotte

Bewährter Erfolg: Deutsche Kommunen als Vorreiter

E-Busse sind nicht mehr experimentell—deutsche Städte und ländliche Betreiber haben bewiesen, dass sie zuverlässig funktionieren, auch unter anspruchsvollen alpinen Bedingungen. Das Allgäu hat bereits erfolgreiche E-Bus-Betriebe als Vorbild.

RVA Oberstdorf
Alpen-E-Bus-Pionier seit 2021
  • • 6 E-Busse im täglichen Einsatz
  • • 900m+ Höhenlage, strenge Winter
  • • 98%+ Zuverlässigkeitsrate
München MVG
Deutschlands größte E-Bus-Flotte
  • • 100+ E-Busse im Einsatz
  • • Ziel: 100% elektrisch bis 2035
  • • Depotlademodell bewährt
Konstanz
Erste vollelektrische Stadtflotte
  • • 100% E-Bus seit 2024
  • • 38 Elektrobusse
  • • Steiles Gelände, Tourismusnachfrage
2.400+
E-Busse im deutschen ÖPNV (2025)
+45% Wachstum gegenüber Vorjahr
90%
Der neuen Busbestellungen sind elektrisch
Bundesförderung deckt bis zu 80% der Kosten
Warum RVA Oberstdorf wichtig ist: Nur 50km entfernt betreibt Oberstdorf E-Busse ganzjährig in höherer Lage als Pfronten. Ihr Erfolg beweist, dass E-Bus-Technologie unter Allgäuer Bedingungen funktioniert—kein Pilotprojekt nötig, nur Umsetzung.

Quellen: VDV E-Bus-Statistik 2025, RVA Oberstdorf, MVG München

Zukunftssicherung: Eine Investition, viele Nutzungsmöglichkeiten

Das Ladedepot ist nicht nur für Busse—es ist grundlegende Infrastruktur für die gesamte Elektrifizierungsstrategie der Region. Mit zunehmender Verbreitung von E-Fahrzeugen wird dieses Depot immer wertvoller:

🚑
Rettungsdienste
Feuerwehr, Krankenwagen, Rettungsfahrzeuge
🏫
Schülerverkehr
Elektrische Schulbusse
🚛
Kommunale Flotte
Abfall, Wartung, Verwaltung
☀️
Solar + Speicher
Netzresilienz, Spitzenlastglättung

Warum das für die Widerstandsfähigkeit wichtig ist

  • Energieunabhängigkeit: Solar + Batteriespeicher reduziert Netzabhängigkeit
  • Notfallbereitschaft: Geladene Fahrzeuge 24/7 für Kriseneinsätze verfügbar
  • Technologieunabhängig: Infrastruktur funktioniert mit jeder zukünftigen E-Fahrzeug-Technologie
  • Skalierbar: Kann mit wachsender kommunaler Flottenelektrifizierung erweitert werden

Vorbereitung auf Deutschlands E-Fahrzeug-Wende

Deutschlands private E-Fahrzeug-Flotte wächst rasant. Ländliche Dörfer wie die entlang des Außerfernbahn-Korridors werden eine robuste elektrische Infrastruktur benötigen—und das E-Bus-Ladedepot bildet das Fundament.

1,4 Mio.+
E-Fahrzeuge in Deutschland zugelassen (2025)
+35% jährliches Wachstum
2035
EU-Verbot neuer Verbrenner
Alle Neuwagen müssen emissionsfrei sein
Ländliche Lücke
Dörfer hinken bei Ladeinfrastruktur hinterher
Öffentliche Investitionen beschleunigen Akzeptanz

Wie E-Bus-Infrastruktur privaten E-Fahrzeugen nützt

  • Netzausbau: Depotladung erfordert Netzkapazitätserweiterungen, die dem gesamten Gebiet zugutekommen
  • Expertise: Lokale Betreiber gewinnen E-Fahrzeug-Wartungs- und Ladeknowhow
  • Öffentliches Laden: Depot könnte in Nebenzeiten begrenztes öffentliches Laden anbieten
  • Signalwirkung: Sichtbares kommunales E-Fahrzeug-Engagement ermutigt private Anschaffung

Quellen: KBA Fahrzeugstatistik, EU 2035 Verordnung

🏡
Ländliche Lücke

Dörfer dürfen nicht zurückgelassen werden

Während Kempten seine E-Bus-Flotte und Ladeinfrastruktur aufbaut, drohen die Dörfer entlang des Korridors, außen vor zu bleiben. Junge Familien und Berufstätige erwarten zunehmend moderne, nachhaltige Verkehrsoptionen—ohne sie werden ländliche Gebiete als Wohnorte weniger attraktiv.

Warum das für das Dorfwachstum wichtig ist

Junge Familien anziehen: Moderne Infrastruktur signalisiert eine zukunftsorientierte Gemeinde
Homeoffice-Arbeiter: Guter ÖPNV + E-Ladung ermöglicht autoarmen Lebensstil
Immobilienwerte: Nachhaltige Verkehrsanbindung wird zunehmend geschätzt
Lokale Unternehmen: Bessere Verbindungen bringen Kunden und Mitarbeiter
Ältere Bewohner: E-Busse fahren ins Stadtzentrum, nicht nur zum Bahnhof am Stadtrand

Die Chance: Durch Investitionen in E-Bus-Infrastruktur können Dörfer wie Oy-Mittelberg, Nesselwang und Pfronten das gleiche moderne ÖPNV-Erlebnis wie größere Städte bieten—und werden so zu attraktiven Alternativen für Menschen, die sich städtische Gebiete nicht mehr leisten können.

❄️

Was ist mit der Winterleistung?

Kälte erhöht den Energieverbrauch um 27–48%. Gegenmaßnahmen: 400 kWh überdimensionierte Batterien, Wärmepumpen, Depot-Vorkonditionierung. RVA Oberstdorf hat seit 2021 bewiesen, dass E-Busse unter alpinen Bedingungen funktionieren.

Quellen

CO₂-Einsparung: Geschätzt basierend auf UBA-Emissionsdaten . BR 633 DMU: ~80 L Diesel/100km × 2,65 kg CO₂/L = ~2,1 kg CO₂/km. RB 73 Betrieb: 33 km × 17 Fahrten × 365 Tage = 205.755 km/Jahr × 2,1 kg = ~430 t CO₂/Jahr eliminiert. E-Bus-Flotte fügt ~50 t hinzu (deutscher Strommix), Nettoeinsparung ~380 t/Jahr.
Deutsche E-Bus-Verbreitung: 2.400+ E-Busse im ÖPNV, 90% der Neubestellungen elektrisch aus VDV E-Bus-Statistik 2025.
Winterleistung: 27–48% erhöhter Verbrauch aus NOW GmbH Winterstudie.
DIMENSION 4

Kosteneinsparungen: Vergleich & Förderung

Eine 15-Jahres-Gesamtbetriebskostenanalyse zeigt, dass E-Busse ~65% weniger kosten als die Fortsetzung des Dieselzugbetriebs. Bundesförderung kann bis zu 80% der Fahrzeugkosten decken.

7,5 Mio. €
Gespart über 15 Jahre
65%
Kostenreduzierung
80%
Max. Bundesförderung
577.000 €
Kosten pro E-Bus
Dieselzug (RB 73) — 15-Jahres-TCO
Fahrzeug (BR 633 DMU) 3.000.000 €
Betriebskosten (Zuschuss + Kraftstoff + Wartung, 15 J.) 7.500.000 €
Trassenentgelte (DB InfraGO, 15 J.) 1.000.000 €
Gesamt-TCO 11.500.000 €
E-Bus-Flotte (4 Busse) — 15-Jahres-TCO
Fahrzeuge (4 Busse + 2 Ersatz @ 577.000 €) 3.462.000 €
Bundesförderung (80% der Fahrzeugkosten) −2.770.000 €
Betriebskosten (0,33 €/km × 40km × 40 Fahrten × 365 Tage × 15 J.) 2.891.000 €
Ladeinfrastruktur (Depot + Ladegeräte) 400.000 €
Gesamt-TCO 3.983.000 €

Bundes- und EU-Förderprogramme

BMDV E-Bus-Förderung

  • • Bis zu 80% der Fahrzeuganschaffungskosten
  • • Bis zu 40% der Ladeinfrastruktur
  • • Umfasst 12m und Gelenkbusse
  • • Antragstellung über NOW GmbH

Zusätzliche Quellen

  • • EU Clean Vehicles Directive Anreize
  • • Bayerische Landeskofinanzierungsprogramme
  • • KfW-Niedrigzinsdarlehen für Infrastruktur
  • • Eingesparte Betriebskosten gleichen Restinvestition aus

Kosten pro Personenkilometer

RB 73 (geschätzt 150 Fahrgäste/Fahrt): ~0,30 €/Personenkilometer
E-Bus (geschätzt 40 Fahrgäste/Fahrt): ~0,18 €/Personenkilometer

Hinweis: Fahrgastschätzungen basierend auf typischen regionalen Auslastungsfaktoren. Tatsächliche Kosten hängen von der Fahrgastzahl ab.

Quellen

Zugbetriebskosten: Geschätzt 500.000 €/Jahr basierend auf typischen regionalen Schienenverkehrskosten. Referenz: LNVG SPNV-Kostenanalyse.
E-Bus-Fahrzeugkosten: 285.000–577.000 € aus HEERO Motors und Wikipedia Batteriebus.
E-Bus-Betriebskosten: 0,33 €/km aus Omnibus Revue.
Bundesförderung: BMDV E-Bus-Programm und NOW GmbH Richtlinien.
Trassenentgelte: Geschätzt basierend auf DB InfraGO Trassenpreissystem für regionale Personenverkehre.

Beschleunigter Umsetzungszeitplan

1 PHASE

Planung & Genehmigungen

Diese Studie bildet die Grundlage. Routendetails finalisieren und politische Unterstützung sichern.

2–3 Monate
2 PHASE

Förderung & Flottenleasing

BMDV-Förderanträge einreichen. E-Busse zunächst leasen, um 12-18-monatige Beschaffungsverzögerungen zu vermeiden.

3–4 Monate
3 PHASE

Minimale Infrastruktur

Nachtladung am Kempten ZUM einrichten. 43km Route benötigt nur Basisladung—kein komplexes Schnellladenetz erforderlich.

2–3 Monate
4 PHASE

Pilotbetrieb

E-Bus-Service parallel zum bestehenden Zug starten. Validiert den Betrieb und schafft Fahrgastvertrauen vor vollständiger Umstellung.

3–6 Monate
5 PHASE

Vollständiger Ersatz

RB 73 Nahverkehr einstellen. E-Bus wird zur primären Kempten–Pfronten-Verbindung. Flotte kaufen, sobald Förderung bestätigt.

Fortlaufend

Wichtige Beschleuniger

  • Erst leasen, dann kaufen — Vermeidet 12-18-monatige E-Bus-Beschaffungsverzögerungen
  • Partnerschaft mit Mona Allgäu — Nutzt bestehende E-Bus-Expertise und Infrastruktur
  • Einfaches Laden — Nachtladung im Depot reicht für eine 43km-Route
  • Stufenweise Einführung — Reduziert Risiko durch Pilotbetrieb parallel zum Zug

Geschätzter Gesamtzeitplan: 12–18 Monate von Projektgenehmigung bis Vollbetrieb

Zusammenfassung

Vorstudie zur Machbarkeit | Januar 2026

Der Vorschlag

Ersatz des RB 73 Nahverkehrszugs (Kempten ↔ Pfronten-Steinach) durch eine emissionsfreie E-Buslinie mit direkter Anbindung an den Kempten ZUM. Internationale und Fernverkehrszüge auf der Außerfernbahn verkehren unverändert weiter—die Schieneninfrastruktur bleibt für Durchgangszüge nach Österreich (Reutte in Tirol) und Garmisch-Partenkirchen in Betrieb.

Lärmreduzierung

16 Bahnübergänge auf 12 km lösen täglich 544 Hupsignale aus (je 110 dB). E-Busse eliminieren den Beitrag von RB 73—Reduzierung der Hupsignale um 50% (~100.000 weniger pro Jahr).

272 → 0 Hupsignale/Tag durch RB 73

Bessere Verbindungen

In vielen Fällen sind E-Busse schneller—Züge müssen an jedem der vielen Bahnübergänge auf 10–20 km/h abbremsen. Direkt zum Kempten ZUM für nahtlose Anschlüsse an alle Stadtbuslinien.

Schneller + direkter Zugang zum gesamten Busnetz

Nachhaltigkeit & Zukunftssicherheit

Emissionsfreie E-Busse sparen ~380 t CO₂/Jahr. Gemeinsame Ladeinfrastruktur schließt die ländliche Lücke—gibt Dörfern den gleichen modernen ÖPNV wie Städte und zieht junge Familien und Homeoffice-Arbeiter an.

Dörfer dürfen bei der E-Wende nicht zurückgelassen werden

Kosteneinsparungen

15-Jahres-TCO: 4 Mio. € (E-Bus) vs. 11,5 Mio. € (Zug). Bundesförderung deckt bis zu 80% der Fahrzeugkosten und 40% der Ladeinfrastruktur durch BMDV-Programme.

7,5 Mio. € Ersparnis über 15 Jahre (65% Reduzierung)
Flottengröße
4 E-Busse
+ 2 Ersatzfahrzeuge über 15 Jahre
Routenlänge
43 km
vs. 33 km Schiene (über Straßennetz)
Umsetzung
12–18 Monate
von Projektgenehmigung bis Vollbetrieb

Wichtige Klarstellung

Was bleibt:
  • • Schieneninfrastruktur bleibt in Betrieb
  • • Internationale Züge nach Österreich/Garmisch verkehren weiter
  • • Durchgangszüge unverändert (~17/Tag)
Was sich ändert:
  • • RB 73 Nahverkehrszüge → E-Busse
  • • Endpunkt: Hbf → ZUM (bessere Anschlüsse)
  • • Takt: alle 30–60 Min.